«Chabrols zweiter Spielfilm mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle greift erneut einen wahren Kriminalfall auf – die Geschichte einer der letzten Frauen, die in Frankreich hingerichtet wurden, während der Kollaborationszeit des Vichy-Regimes, einer historischen Periode, zu der Chabrol immer wieder obsessiv zurückkehrt. (Das Fallbeispiel dieses Films, der beim Erscheinen heftige Proteste in Frankreich auslöste, erklärt anschaulich, warum.) Huppert gibt abermals eine faszinierend undurchsichtige Darstellung, als Hausfrau der Arbeiterklasse, die einer Nachbarin mit einer Abtreibung aushilft und bald erkennt, dass sie auf eine Goldgrube gestossen ist. Während das Geschäft blüht (nebenbei werden Zimmer an Prostituierte vermietet), kehrt der Mann aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Finanziell wie sexuell überflüssig geworden, verrät er sie an die Behörden, die ein Exempel an ihr statuieren. Chabrols stärkster Film der 80er-Jahre, völlig unsentimental im Duktus und meisterhaft in der Mise en Scène.» (Österreichisches Filmmuseum, Apr 2006)
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Samstag 3. Oktober 2026, 15:00 - 00:00 Uhr
- Ort Filmpodium, Nüschelerstrasse 11, 8001 Zürich
- WWW www.filmpodium.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: kulturzueri.ch





