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Aloïse
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  • Film

Filmpodium, Zürich

Aloï­se

Samstag, 26. September 2026

«Nominell eine Filmbiografie, lässt sich Liliane de Kermadecs Aloïse aus dem Jahr 1975 vielleicht treffender als astronomisches Ereignis betrachten (…). Aloïse ist eine Studie über zwei Supernovae: Isabelle Huppert, damals inmitten ihres kometenhaften Aufstieges, und Delphine Seyrig in ihrem ‹annus mirabilis› auf dem Höhepunkt ihrer Laufbahn (…). Die Frau, die diese gefeierten Schauspielerinnen darstellen – Huppert in Aloïses Jugend, Seyrig von ihrem Erwachsenenalter bis zu ihrem Tod –, ist die 1886 in Lausanne geborene Schweizer Outsider-Künstlerin Aloïse Corbaz. Sie wurde 1918 in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte. Die Kunst, die sie dort schuf – farbenprächtige Zeichnungen üppiger Frauen, in Buntstift und Bleistift auf Einschlagpapier –, sollte sie zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der Art brut machen (…). Aloïse ist ein eindringlicher Film, der seine Protagonistin in fragmentarischen Ausschnitten von der Kindheit bis zum Tod begleitet (…) und ihren psychischen Zusammenbruch auf die erstickenden, marginalisierenden Regeln und Normen einer starren Gesellschaft zurückführt.» (Melissa Anderson, 4Columns, 15.5.2026)

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