Karten sind ein wirkungsvolles Mittel, um Konzepte zu erläutern, Ideen zu verbreiten und um Geschichten zu erzählen. Dazu sind Raritäten aus Literatur und Film in der Ausstellung zu sehen.
Karten beschreiben nicht nur die Welt, in der wir leben. Sie ermöglichen es uns auch, Welten zu erschaffen, die es real nie gegeben hat. Seit Jahrhunderten sind Karten ein wirkungsvolles Mittel, um Konzepte zu erläutern, Ideen zu verbreiten und letztlich: um Geschichten zu erzählen. Ab September 2026 sind dazu Raritäten aus Literatur und Film in der Ausstellung zu sehen.
«The Cauldron of Story»
Die Ausstellung orientiert sich an einem von J. R. R. Tolkien geprägten Konzept: dem Bild eines «Cauldron of Story» bzw. «Geschichtenkessels». Fiktionale Erzählungen – und mit ihnen auch ihre Karten – entstehen demnach aus einem fortwährenden Prozess des Vermischens, Überlagerns und Neuinterpretierens. Mythen, Märchen, Sagen sowie literarische Traditionen unterschiedlichster Epochen bilden die «Zutaten» in diesem Kessel. Autorinnen und Autoren schöpfen daraus, transformieren bestehende Motive und führen sie in neuen Kontexten weiter.
Die Ausstellung überträgt dieses Modell in den Raum: Der Rundgang wird selbst zum «Geschichtenkessel». Entlang der Aussenmauer der Schatzkammer entfaltet sich eine chronologische Erzählung, die sichtbar macht, welche Werke und Einflüsse in diesen kulturellen Prozess eingeflossen sind. Parallel dazu werden in der Raummitte Karten präsentiert, die als historische Referenzen dienten und die Entwicklung fiktionaler Kartografie massgeblich beeinflusst haben. Dazu zählen insbesondere frühneuzeitliche Karten der Schweiz, deren ästhetische und konzeptionelle Elemente spätere literarische Weltentwürfe aufnahmen.
Zwei Sammlungen – ein gemeinsamer Dialog
Das Alleinstellungsmerkmal der Ausstellung liegt in der Verbindung zweier herausragender Sammlungen: «Ex Carta» als eine der umfangreichsten Kollektionen zur fiktionalen Kartografie und diejenige der Abteilung Karten und Panoramen der Zentralbibliothek Zürich mit ihrer bedeutenden kartografiehistorischen Überlieferung. Am gemeinsamen Dreh- und Angelpunkt – dem Werk Tolkiens und seinem Bezug zur Schweizer Kartografiegeschichte – entsteht ein kuratorisches Konzept, das die Wechselwirkungen zwischen Realität und Fiktion in bislang einzigartiger Weise erfahrbar macht.
«Fantastische Karten» lädt dazu ein, Karten nicht nur als illustrative Elemente literarischer Werke zu betrachten, sondern als eigenständige kulturelle Artefakte. Sie sind Ausdruck historischer Wissensbestände, ästhetischer Traditionen und narrativer Praktiken – und zugleich Projektionsflächen für die Imagination ganzer Welten.
Informazioni sull'evento
Tutte le informazioni attuali e aggiuntive sull'evento possono essere trovate sul sito web dell'organizzatore. I cambiamenti improvvisi saranno visualizzati solo sul sito web dell'organizzatore.
- Tempo Martedì 8. Settembre 2026, 13:00 - 18:00 Uhr
- Ort Zentralbibliothek Zürich, Zähringerplatz 6, 8001 Zürich
- WWW www.zb.uzh.ch
- Link
- Accessibilità
- accessible Rollstuhl (completo)
- Quelle:guidle.com
