Umfassende Infos über Bedeutung von Peers in der Psychiatrie
Was bedeutet es, wenn Menschen, die selbst eine psychische Krise erlebt haben, andere Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten?
Peers bringen etwas Besonderes in die Psychiatrie ein: Erfahrung aus erster Hand. Sie kennen psychische Krisen nicht nur aus Fachbüchern, sondern aus ihrem eigenen Leben. Sie wissen, wie sich Verzweiflung, Hilflosigkeit, Stigmatisierung oder ein Aufenthalt in der Psychiatrie anfühlen können – aber auch, dass Genesung möglich ist und neue Perspektiven entstehen können.
Der Anlass zeigt die vielfältigen Facetten der Peer-Arbeit und fragt, welchen Beitrag Menschen mit eigener Krisen- oder Angehörigenerfahrung heute in der psychiatrischen Versorgung leisten können.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen aus der Praxis. Drei Betroffenenpeers und ein Angehörigenpeer berichten von ihrer konkreten Arbeit und davon, was es bedeutet, die eigene Erfahrung professionell einzusetzen. Ein Mann mit eigener Psychiatrieerfahrung schildert aus der Betroffenenperspektive, was die Begleitung durch einen Peer bewirken kann.
Auch die Perspektive der psychiatrischen Institutionen und Berufsgruppen kommt zu Wort: Ein ärztlicher Direktor und ein Pflegedirektor beleuchten die Bedeutung der Peer-Arbeit aus Sicht ihrer Funktion und ihrer jeweiligen Standesorganisationen. Ein Pflegewissenschaftler gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse und zeigt auf, was die Forschung über Wirksamkeit, Chancen und Grenzen von Peer-Arbeit sagt.
Eine besondere musikalische Note setzt eine Musikerin, die sich selbst als Peer engagiert. Mit musikalischen Intermezzi schafft sie zwischen den verschiedenen Beiträgen Raum zum Innehalten und rundet das Programm auf besondere Weise ab.
Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion, in der die unterschiedlichen Perspektiven zusammengeführt und gemeinsam weitergedacht werden: Wie kann Peer-Arbeit in der Psychiatrie nachhaltig verankert werden? Was braucht es für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe? Und wie kann die Erfahrung von Betroffenen und Angehörigen zu einer wertvollen Ressource für die Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung werden?
Anschliessend lädt ein Apéro zum persönlichen Austausch und Netzwerken ein. Er bietet Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Denn Peer-Arbeit bedeutet mehr als die Weitergabe persönlicher Erfahrungen. Sie steht für Begegnung auf Augenhöhe, Hoffnung, gegenseitiges Verständnis und eine Psychiatrie, in der die Erfahrung der Betroffenen als wertvolles Wissen anerkannt wird.
Peers zeigen: Erfahrung kann zur Ressource werden – für Menschen in Krisen, für Angehörige und für die Psychiatrie als Ganzes.
Informazioni sull'evento
Tutte le informazioni attuali e aggiuntive sull'evento possono essere trovate sul sito web dell'organizzatore. I cambiamenti improvvisi saranno visualizzati solo sul sito web dell'organizzatore.
- Tempo Giovedi 29. Ottobre 2026, 13:30 - 17:30 Uhr
- Ort Stadtsaal Wil, Bahnhofplatz 6, 9500 Wil
- WWW www.saiten.ch
- Link
- Accessibilità
- accessible Rollstuhl (completo)
- Quelle:saiten.ch



