Für seine erste institutionelle Einzelausstellung zeigt Nolan Lucidi (*2000, lebt und arbeitet in Basel) mit Bildersaal eine Installation mit Video und Objekten, die sich mit männlichem homosexuellem Begehren in der Literatur- und Kunstgeschichte sowie im persönlichen Erleben befasst. Dabei untersucht Lucidi die Formensprache und Autorität des Minimalismus und sein Erbe in der Alltagsästhetik und überschreibt sie mit autofiktionalen und erotischen Narrativen.
Der Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus wird transformiert zu einer intimen und poetischen Choreografie bewegter Bilder von Sehen, Gesehenwerden und Begehren, die auch die Besucher:innen miteinbezieht. An die Arbeiten von Donald Judd erinnernde Metallobjekte werden zu Bildschirmen für filmische Gegenerzählungen, welche das Verhältnis zwischen geschütztem Raum und öffentlicher Figur/Performance in Leben, Literatur und Kunst untersuchen.
Lucidi arbeitet dabei mit der Methode der assoziativen Überlagerung. Er druckt Archivbilder, eigene Fotografien und 3D-Renderings auf transparente Folie und filmt sie auf einem Leuchtpult. Durch Gegenüberstellung und Überlappung, bis zur Auslöschung, werden auf diese Weise Beziehungen und Konstellationen zwischen Werken, Räumen und unterschiedlichen Männlichkeitsbildern sichtbar, ohne sie je zu fixieren.
Kuratiert von Annette Amberg.
Informations sur l'événement
Toutes les informations actuelles et supplémentaires sur l'événement peuvent être trouvées sur le site web de l'organisateur. Les changements soudains seront uniquement affichés sur le site web de l'organisateur.
- Temps Samedi 28. Février 2026, 18:00 Uhr
- Ort Kunsthaus Glarus, Im Volksgarten 2, 8750 Glarus
- WWW kunsthausglarus.ch
- Liens
- Accessibilité
- accessible Rollstuhl (complet)
- Ceux-ci :saiten.ch



