Die Komik des Leids beim irischen Dichter Samuel Beckett.
Zwei Männer in abgetragener Kleidung. Melonenhüte auf dem Kopf. Eine Wegkreuzung im Niemandsland. Und die grosse Frage: Worauf warten wir eigentlich?
Mit Warten auf Godot schrieb Samuel Beckett eines der berühmtesten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Zwei Figuren warten auf jemanden, der nie kommt. Sie reden, schweigen, streiten, hoffen, zweifeln – und warten weiter. Komisch ist das. Und traurig. Und sehr menschlich.
Die Dialog-Lesung «Leben heisst Warten, Warten ist Leben» nähert sich Beckett als Hommage: mit Texten, Kommentaren, Musik und einem liebevollen Blick auf die absurde Komik menschlichen Leidens. Denn bei Beckett wird das Warten nicht einfach erklärt. Es wird gelebt. Mit schwarzen Hüten, schrägen Pausen, trockenen Sätzen und der leisen Ahnung, dass wir alle ein bisschen Godot erwarten.
Das LiteraTrio beschränkt sich an diesem Abend nicht nur auf Warten auf Godot, sondern öffnet den Blick auf weitere Theaterstücke Becketts wie Endspiel, Glückliche Tage oder Das letzte Band. Dabei begegnen uns Tragikomik, Groteske, Sprachspiel, Sprachlosigkeit – und eine Poesie, die gerade dort entsteht, wo eigentlich nichts mehr zu sagen wäre.
Mit feinem Humor, Musik und kluger Kommentierung entsteht ein Abend über das Warten, das Scheitern, das Hoffen und die grosse Kunst, trotzdem weiterzumachen.
Es lesen: Heiko Strech und Berit Griebenow. Piano: Martin Kunz
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