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Ensemble Aventure: «DADA-Remix»
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Kunstraum Walcheturm, Zürich

En­sem­ble Aven­ture: «DA­DA-Re­mix»

Friday, 20. November 2026

In diesem Konzert begegnet Ihnen eine Musik, die die Dadaisten sich vielleicht gewünscht hätten – oder nie ganz zu machen gewagt hätten.

Ensemble Aventure, Anne-May Krüger

Programm

Hans Heusser (1892–1942) “Klavierstücke" (ca. 1916–1919) — ca. 10'

Ilona Perger (*1992)  “Neues Werk" —  (2026) — ca. 10–12'

Friedemann Treiber (*1971) Hommage au quintette pour piano de Hans Heusser (2026) — ca. 10–12'

Jalalu-Kalvert Nelson (*1951)  "No. 5."  text Hans Arp (2026) — ca. 10–12'

Irene Galindo Quero (*1985) "Neues Werk" (2026) — ca. 10–12'

 

Beteiligte Musiker:innen:

Phoebe Bognár, Flöte

Andrea Nagy, Klarinette

Nicholas Reed, Schlagzeug

Akiko Okabe, Klavier

Friedemann Treiber, Violine

Miho Kawai, Viola

Ellen Fallowfield, Violoncello

Anne-May Krüger, Mezzosopranistin

Weitere Beteiligte

Ilona Perger, Komposition

Irene Galindo Quero, Komposition

Friedemann Treiber, Komposition

Jalalu-Kalver Nelson, Komposition

Was klang wirklich in den Zürcher Dada-Soireen? Die gängige Erzählung lautet: Eine Gruppe radikaler Künstler:innen versammelt sich mitten im Ersten Weltkrieg in der neutralen Schweiz, provoziert die Bourgeoisie und erschüttert die Kunstwelt. Es ist eine gute Geschichte. Sie stimmt nur nicht ganz.

Die Musik der Zürcher Soireen war, anders als die Texte, erstaunlich zahm. Das Publikum applaudierte. Nur die letzte der acht Soireen endete im Tumult, ausgelöst nicht durch Musik, sondern durch Texte. Der meistgespielte Komponist des Zürcher Dada, Hans Heusser, verschwand danach still in der Blasmusik und schwieg zeitlebens in der Öffentlichkeit über seine Dada-Jahre. Die angeblich internationalistische Bewegung bediente sich ungeniert an Musik und Tanz des afrikanischen Kontinents. Und die Frauen, die wesentlich zur Bewegung beitrugen, wurden in der späteren Erzählung kaum erwähnt.

DADA-Remix stellt sich diesen Widersprüchen, ohne Ehrfurcht, aber mit Neugier. Ilona Pergers neues Werk dein Mund voll Lilienseife knüpft an Hugo Balls Diagnose an: „Die Sprache ist verdorben.“ Das Lautgedicht war 1916 eine Antwort auf die Propaganda des Krieges. Perger fragt, ob das heute noch gilt, und ob andere künstlerische Konsequenzen möglich sind als jene, die Ball zog. Jalalu-Kalvert Nelson nimmt sich eines Gedichts von Hans Arp an und sucht darin nach dem, was Sprache zurücklässt, wenn man ihr nicht mehr traut. Friedemann Treiber, schreibt eine Hommage an Heussers Klavierquintett, das bei der letzten Soirée nie erklang, weil das Publikum zuvor bereits in Tumult ausgebrochen war. Daneben werden Heussers vergessene Klavierwerke wiederentdeckt, und eine neue Fassung des Simultangedichts Sous les ponts de Paris wird imaginiert.

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Information about the event

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All current and additional information about the event can be found on the website of the organizer. Sudden changes will only be displayed on the website of the organizer.

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