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Double Bill
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Gare du Nord, Basel

Dou­ble Bill

Friday, 8. January 2027

James Morley / Enno Poppe & Ensemble Contrechamps

«Double Bill». Das Konzept ist simpel: Zwei Konzerte, zwei künstlerische Handschriften, ein gemeinsamer Abend. Musiker:innen und Ensembles aus der Region laden Freund:innen und Weggefährt:innen von jenseits des Röstigrabens nach Basel ein. Gemeinsam gestalten sie einen kontrastreichen Doppelabend, der unterschiedliche musikalische Perspektiven zusammenbringt.James Morley – «Entkopplung»Den ersten Teil des Abends gestaltet der Cellist James Morley mit «Entkopplung», einem Programm aus neuen Werken der Komponist:innen Isaac Roth Blumfield, Robin Michel und Elnaz Seyedi. Im Zentrum stehen Fragen nach Entkörperlichung und Virtuosität sowie nach dem Verhältnis von klassischem Instrument und Technologie. Dabei wird der traditionell expressive Charakter des Violoncellos transformiert und aus zeitgenössischer Perspektive neu befragt, ohne den Bezug zum Wesen des Instruments zu verlieren. Mithilfe von Körperschallwandlern und elektromechanischen Erweiterungen des Cellospiels erkundet Morley neue Möglichkeiten des Instruments und entwickelt alternative Formen, eine Live-Performance mit Violoncello zu erleben. «Entkopplung» fragt damit nach der Rolle des rein akustischen Instruments in einer zunehmend digitalisierten Welt: Kann es sich von technologischen Verflechtungen lösen und neue Freiräume gewinnen? Oder gerät es beim Versuch, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten, zunehmend an seine Grenzen?Enno Poppe/Ensemble Contrechamps – «Laub»Im zweiten Teil des «Double Bill» widmet sich das Ensemble Contrechamps Enno Poppes «Laub». Bereits der Titel verweist auf die Pflanzenwelt, die in Poppes Schaffen immer wieder eine zentrale Rolle spielt, und zugleich auf seine Vorstellung von Klang als etwas, das sich fortwährend verändert, verzweigt und vermehrt. Aus kleinsten musikalischen Elementen entsteht ein dichtes Geflecht, das sich stets an der Schwelle zwischen Ordnung und Unordnung bewegt.Enno Poppe beschreibt den Entstehungsprozess von «Laub» selbst als ein Spiel zwischen genauester Beobachtung und Kontrollverlust:«Jede einzelne Zelle kann ausgeleuchtet und angeschaut werden. Sind wir unter einem Mikroskop oder in einem Traum? Wie passiert es, dass man hellwach und konzentriert ist, und gleichzeitig das Gefühl verliert für die Zeit, das Tonsystem und alle anderen ordnenden Kräfte? Wenn ich schon wüsste, was in einem neuen Stück passiert, müsste ich es nicht mehr schreiben. Klar ist, dass ich mit ganz wenig beginne, den Fragmenten einer Melodie, winzigen Elementen, die einander ganz ähnlich sind. Aus diesen Keimzellen entsteht ein dichtes Netz von Beziehungen, ein Dschungel, ein Traum. Das Stück ist immer auf der Schwelle zwischen Ordnung und Unordnung. Es singt, es wartet.»Mit jedem neuen Werk, so Poppe, versucht er, einen anderen Weg einzuschlagen. Auf grossformatige, teils laute und massive Arbeiten wie «Prozession» und «Körper» folgten mit «Augen» und «Blumen» zunächst Miniaturen, die den einzelnen Moment in den Mittelpunkt rückten. Frühere Kammermusikwerke wie «Trauben» und «Fleisch» zeichnen sich wiederum durch eine wilde, intensive Energie aus. «Laub» setzt dazu einen Kontrast: Das rund 40-minütige Kammermusikwerk ist filigran und weitläufig angelegt, klassisch instrumentiert und verzichtet auf Elektronik und ungewöhnliche Instrumente. Und dann, wie Poppe selbst schreibt, «hört es irgendwann einfach auf».

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Information about the event

Heads Up!

All current and additional information about the event can be found on the website of the organizer. Sudden changes will only be displayed on the website of the organizer.

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