Trotz offiziellem Publikationsverbot verfasst der Schriftsteller das Drehbuch zum «Münchhausen»-Film von 1943.
Vortrag von Hans-Jürgen Ketzer, Kulturwissenschaftler und Sachbuchautor
„Man trat damals an mich heran, für das 25-jährige Jubiläum der Ufa einen Jubiläumsfilm zu schreiben, na und da schlug ich Münchhausen vor. Und es war ja auch sehr gut, dass ich mal wieder ein Angebot hatte, denn vom Nägelkauen kann der Mensch nicht leben.“
– Erich Kästner, 1972
Der Münchhausen-Film von 1943 mit Hans Albers in der Titelrolle sieht auf den ersten Blick aus wie ein abenteuerlicher Märchenfilm – dass er aber inmitten der nationalsozialistischen Herrschaft von Reichspropaganda-Minister Joseph Goebbels in Auftrag gegeben wird und gleichzeitig der heimliche NS-Kritiker und Pazifist Erich Kästner das Drehbuch verfasst, wirft viele Fragen auf. In seinem Vortrag wirft Hans-Jürgen Ketzer einen kritischen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Films sowie die Lebensumstände der Beteiligten und weist dabei auf Elemente versteckter Zeitkritik Kästners hin – oder ob diese Interpretationen doch nur heutigem Wunschdenken entspringen.
Anmeldung unter vermittlung@strauhof.ch
Gültiger Eintritt + 6 CHF
Hinweis: Filmvorführung am 31. März um 20 Uhr im Kino Xenix.
Information about the event
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