Martina Caluori liest aus ihrem Debütroman.
Martina Caluori, Lyrikerin und Autorin aus Chur, führt in ihrem Debütroman «Schatten der Pinus» auf einen fast verlassenen Campingplatz am Meer, wo Menschen mit Verlust, Erinnerung und den Bruchlinien ihrer Herkunft leben. Zwischen Kiefern (Pinus) und Gischt begegnen sich Figuren, die vom Tod, von Kriegen, religiöser Prägung und familiären Wunden gezeichnet sind.
In poetischen, fragmentierten Bildern entfaltet sich ein vielstimmiges Geflecht aus Beziehungen und Erinnerungen. Caluori verbindet erzählerische Passagen mit lyrischen und mehrsprachigen Einschüben und schafft so einen Roman über Heimatlosigkeit, Migration, Identität und die Nachwirkungen vergangener Generationen. Schatten der Pinus erzählt leise und eindringlich von den Umbrüchen unserer Zeit – und vom Widerstand der Natur gegen das Vergessen.
«Martina Caluori macht mit diesem tieftraurigen und doch auf seine verletzliche Art wunderschönen Buch ihrem Ruf als eine ebenso scharfsinnige wie unbestechliche Autorin, wie schon mit ihren vorherigen Werken, alle Ehre.»
– Christian Ruch, Südostschweiz
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