André Campra (1660-1744) | Messe de Requiem (1695)
Michel-Richard de Lalande (1657-1726) | Te Deum (4e version, ca. 1720)
Cantate Basel öffnet dem Publikum die Türen für einen zentralen, noch immer viel zu wenig bekannten Kapellmeister der Notre-Dame de Paris, den französischen Barockkomponisten André Campra.
Seit dem 12. Jahrhundert entstand in Notre-Dame polyphone Musik, in der Regierungszeit Louis XIV, dem „Grand Siècle“, erlebte sie noch einmal eine Blüte. Und die gipfelte in Campras „Messe de Requiem“ von 1695. Als Meisterwerk des französischen Hochbarocks findet sie zu einer lichten, zart durchscheinenden Architektonik des Klangs.
Erst 2024 wurde die vierte und letzte Fassung des „Te Deums“, die Michel-Richard de Lalande zwischen 1720 und 1726 vornahm, vom Centre de musique baroque Versailles herausgegeben. Sie entstand zeitgleich mit der Rückkehr Louis XV von Paris nach Versailles nach sieben Jahren Regentschaft („Régence“). Das „Te Deum“ ist in dieser Version das Zeugnis schlechthin von Lalandes langer und glänzender Karriere am Hof. Mehr als fünfzig Jahre stand er im Dienst des Königs, an der Spitze der „Musique de la Chapelle“ und der „Musique de la Chambre“.
Das Capriccio Barockorchester wird auf den raren Instrumenten des tiefen Kammertons a’ = 392 Hz (ein Ganzton unter dem heutigen Standard) musizieren, was den Streich- und Holzblasinstrumenten das legendäre und besonders dunkle Timbre verleiht.
Cantate Basel freut sich zusammen mit den hochkarätigen Vokalsolisten und dem Capriccio Barockorchester auf eine höchst ertragreiche Originalklang-Zeitreise für Geist und Seele!
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