«Literarisches» Quartett
Unter dem Titel «Literarisches» Quartett verbindet dieses Programm drei Werke, deren Partituren eng mit biographischen und literarischen Narrativen verwoben sind. Den Auftakt bildet Anton Weberns Langsamer Satz für Streichquartett. Entstanden 1905 unter dem Eindruck einer Bergwanderung mit seiner späteren Frau Wilhelmine, übersetzt das Werk ein privates Naturerlebnis in eine spätromantische, hochemotionale Tonsprache. Sergei Prokofjews 2. Streichquartett reflektiert eine andere Form von Landschaft: Die Begegnung mit der kaukasischen Volksmusik während seiner Evakuierung im Zweiten Weltkrieg. Das Werk liest sich wie ein Reisetagebuch und kombiniert archaische Folklore mit der harten Motorik der Moderne. Den Abschluss bildet Leoš Janáčeks 1. Streichquartett, explizit untertitelt nach Tolstois Erzählung Kreutzersonate. Janáček vertont hier keine blosse Handlung, sondern das psychologische Drama einer obsessiven Leidenschaft.Anton Webern Langsamer Satz für Streichquartett, Sergei Prokofjew Streichquartett Nr. 2 F-Dur, op. 92, Leoš Janácek Streichquartett Nr. 1 "Kreutzersonate"
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