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Pillion
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  • Film

Kino Cameo, Winterthur

Pil­li­on

Montag, 6. Juli 2026

Colin arbeitet als Parkplatzkontrolleur und lebt noch zu Hause. Seine an Krebs erkrankte Mutter Peggy arrangiert für ihren queeren Sohn Blinddates; Vater Pete singt mit ihm im Barbershop-Quartett. In einer Bar begegnet Colin dem attraktiven Biker Ray. Es ist der Auftakt zu einer BDSM-Beziehung, in der Colin im submissiven Part erotische Erfüllung und Selbstvertrauen findet. Das Langfilmdebüt des britischen Drehbuchautors und Regisseurs Harry Lighton ist eine DomCom mit expliziter Körperlichkeit, die Begehren als Motor der Selbstfindung zeigt. Das Drehbuch basiert auf dem 2020 erschienenen Roman Box Hill von Adam Mars-Jones. Während die literarische Vorlage Mitte der 1970er Jahre spielt, siedelt Lighton den Plot in der Jetztzeit an.«‹Pillion› hält die Balance aus Humor und Melancholie. Colin wirkt oft wie ein übermütiger Welpe, zugleich gewinnt er Kontur. Seine Submissivität ist seine Wahl, bis er genug hat und Regeln bricht. Da verschiebt sich das Machtgefüge. Der Film streift den Herzschmerz, entscheidet sich jedoch für leise Emanzipation. (…) Lighton inszeniert das präzise, mit kühlem Winterlicht und zurückhaltendem Klavierscore. Er vertraut seinen Darstellern. Melling trägt den Film mit offenem Gesicht und kontrollierter Verletzlichkeit. Skarsgård spielt den Dom als Mann, der sich selbst in eine Rolle gepresst hat; seine seltenen Momente der Weichheit wirken umso stärker. ‹Pillion› ist kinky und zärtlich, explizit und empathisch – ein Film über Macht als Spiel und Schutzschild.» (Thomas Abeltshauser, epd-film.de, 16.3.2026)

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