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Pathétique
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Chiesa San Francesco Locarno, Locarno

Pa­thé­tique

Freitag, 25. September 2026

Nemanja Radulovic | Krystof Urbanski | Orchestra della Svizzera Italiana

Der serbisch-französische Geiger Nemanja Radulović wird für seine funkensprühende Bühnenpräsenz gerne auch als „Rockstar der Klassik“ gefeiert. Er gilt als Grenzgänger zwischen klassischer Virtuosität und osteuropäischer Volksmusik, was er auch als Solist in Tschaikowskis Violinkonzert unter Beweis stellen wird.

Heute ist es kaum vorstellbar, dass dieses strahlende Violinkonzert voller Zuversicht die Antwort auf eine schwere Lebenskrise war. 1877 heiratete er Antonina Miljukowa – nicht aus Liebe, sondern um Gerüchte über seine Homosexualität ein Ende zu setzen. Die Ehe endete nach nur elf Wochen Tschaikowsky erlitt einen psychischen Zusammenbruch. Rettung bot Nadeshda von Meck, eine wohlhabende Witwe, die ihm finanziell die Flucht in die Schweiz ermöglichte, wo das Violinkonzert entstand.

Es war der Beginn einer außergewöhnlichen Verbindung: 13 Jahre lang tauschten sie über 1.200 Briefe aus, ohne sich je persönlich zu begegnen. 1890 endete die Freundschaft durch von Meck abrupt und ohne Erklärung – ein Rätsel, das Tschaikowski bis an sein Ende quälte. Die tragische Grundstimmung seiner Sinfonie Nr. 6 («Pathétique») lässt sich als Nachhall dieser schmerzhaften Trennung und als musikalisches Zeugnis seiner endgültigen Vereinsamung deuten. Ein Werk am Abgrund, vollendet kurz vor seinem Tod.

Nemanja Radulović, Violine
Orchestra della Svizzera italiana
Krzystof Urbanski, Leitung

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Violinkonzert D-Dur op. 35

Pause

Sinfonie Nr. 6 e-Moll op. 64 «Pathétique»

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Informationen zur Veranstaltung

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