Theben wird gleich doppelt heimgesucht: Eine Pandemie und eine grosse Dürre bedrohen das Leben in der Stadt. Erwartungsvoll richten sich alle Augen auf den König, Ödipus, der Theben schon einmal retten konnte und es nun erneut vom Elend befreien soll. Doch allmählich wird klar, dass Ödipus die eigentliche Wurzel des Übels ist – stur, selbstgerecht und verblendet. Sophokles‘ «Ödipus Tyrann» erzählt von einem Menschen, der König sein will, jedoch unfähig zur Selbsterkenntnis ist.
Statt der Stadt Theben Klarheit zu bringen, hinterlässt er ihr und seinen Töchtern Ismene und Antigone Zerstörung, Leid, Wut und Trauer. Die Inszenierung wurde eingeladen zum Berliner Theatertreffen, die Schauspielerinnen wurden mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring ausgezeichnet.
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