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Schéhérazade mit Alexandre Dubach
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Stadthofsaal Uster, Uster

Sché­hé­ra­za­de mit Alex­and­re Du­bach

Freitag, 22. Mai 2026

Schéhérazade: Beethovens Violinkonzert erst verkannt, später gefeiert; Rimski-Korsakows Suite fasziniert mit farbenreicher, orientalischer Klangwelt.

Beethovens Violinkonzert, 1806 in Wien uraufgeführt, war völlig neuartig für seine Zeit, in seiner Länge und vor allem im klanglichen Ausdruck. Der erste Satz dauerte so lange, wie üblicherweise alle drei Sätze zusammen und der Solistenpart war nicht mit der gewünschten Virtuosität gespickt, sondern mit langen, gesanglichen Linien. Wenig überraschend, dass die Uraufführung eher verhalten aufgenommen wurde. Zum Durchbruch des Werkes kam es erst 1844, als der Geiger Joseph Joachim gemeinsam mit Felix Mendelssohn das Werk spielte. Seitdem wird Beethovens einziges Violinkonzert für seinen tiefen musikalischen Ausdruck geliebt. Es gehört zu den schönsten, aber auch schwierigsten Konzerten überhaupt und strahlt mit seinen Kantilenen eine grosse Ruhe und Klarheit aus.

Inspiriert von der Märchensammlung «Tausendundeine Nacht» und fasziniert von allem Orientalischen komponierte Nicolai Rimski-Korsakow 1888 die sinfonische Suite «Scheherazade». Die von der Harfe begleitete obligate Solovioline stellt Scheherazade dar, die dem Sultan während tausendundeiner Nacht Geschichten erzählt und dadurch ihr Leben retten kann. Rimski-Korsakow kannte die Möglichkeiten und Grenzen der Orchesterinstrumente sehr genau. Ihm gelang in dieser Suite eine überaus farbenprächtige Instrumentation, die mit orientalischem Kolorit eine märchenhafte Atmosphäre verbreitet.

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