Wenn «Poesie» das Wort ist, das die Grenze der Sprache markiert, ist dieser Film Tarkowskis, dessen Vater Dichter war, eine lange Reflexion über sie. Er hebt an mit einem stotternden Jungen und endet mit der Imitation eines Tierrufs. Dazwischen sagt einer der Protagonisten, nachdem er drei Tage lang schwieg, zu seiner Mutter: «Worte können unsere Gefühle nicht ausdrücken, sie sind schlaff.» In anderen Szenen werden Gedichte rezitiert. Unaufdringlich spielt Tarkowskis Film die Komplexität des Verhältnisses zwischen Sprache, Leben und Gesellschaft durch.Auch von seiner Erzählweise her gleicht der Film einem surrealistischen Gedicht. Die gezeigten Bilder folgen nicht der Ordnung einer aufeinander aufbauenden Entwicklung, sondern der eines assoziativen Gefüges. Das Werk wurde 2012 in «Sight & Sound» unter die zehn grössten Filme aller Zeiten gewählt.
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Dienstag 15. September 2026, 20:30 Uhr
- Ort Kino Cameo, Lagerplatz 19, 8400 Winterthur
- WWW kinocameo.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- accessible Rollstuhl (komplett)
- Quelle: saiten.ch




