Metal Fans wird oft nachgesagt sie seien die friedlichste Subkultur, da würde Toleranz noch gelebt und Inklusion grossgeschrieben. Das m...
Winselmutter (Osnabrück)
Iffernet (Rouen)
Terzji de Horde (Utrecht)
Irr (Winterthur)
Black Birch (Sweden)
Wolves (Spielfilm)
Metal Fans wird oft nachgesagt sie seien die friedlichste Subkultur, da würde Toleranz noch gelebt und Inklusion grossgeschrieben. Das mag vielleicht in weiten Teilen eine gewisse Richtigkeit haben, aber oft wird dabei ausgeblendet, dass auch Metal nicht frei von problematischer
Szenekultur ist. Am imminentesten zeigt sich dies im Subgenre des Black Metal, welcher damals in den 90ern mit Morden, Kirchenbränden, Homo/Queerphobie und inhärentem Rassismus Schlagzeilen produzierte. Bis heute tut sich diese Szene vor allem durch fehlende Abgrenzung und Romantisierung ihrer schwerst problematischen Exponenten hervor, von Subgenres wie dem NSBM (National Socialist Black Metal) ganz zu schweigen. Oft zeigt sich dabei auch ein grundsätzlicher Zwiespalt, grosse, szenerelevante Acts sind Teil oder Mitverursacher des Problems, werden an grosse Festivals gebucht und geniessen aufgrund ihres Status Immunität. Seit einigen Jahren herrscht aber auch in dieser Szene Tauwetter und neue Künstler*innen beginnen mit den Dogmen der Szene zu brechen. Dieser Entwicklung wollen wir Vorschub leisten und veranstalten nun zum bereits vierten mal das „International Antifascist Black Metal Gathering“ im Dachstock der Reitschule. Erklärtes Ziel ist dabei, jungen aufstrebenden Acts welche sich nicht mit dem Status Quo abfinden wollen eine Bühne zu geben. Daneben versuchen wir ein weiteres, dem Metal endemisches Problem anzugehen und FLINTA, sowie BIPOC Artists in unserem Booking zu repräsentieren und zu ermutigen. Die Zusammenarbeit und Einbindung renommierter Akteure wie den Spanischen Grafikern „Branca Studio“, Panels unter Leitung der Musikjournalistin „Christina Wenig“ oder dieses Jahr das Screening des Schweizer Spielfilms „Wolves“ ergänzen das musikalische Programm und ermöglichen Austausch und Vernetzung. Stände von regionalen, nationalen und internationalen Labels, Künstler*innen und Organisationen runden das Ganze ab.
Das diesjährige Programm setzt sich wie folgt zusammen: Im Kino der Reitschule zeigen wir den Schweizer Spielfilm „Wolves“ von Regisseur Jonas Ulrich. Wolves erzählt die Geschichte einer jungen Frau, welche in der Black Metal Szene Anschluss und Zuspruch findet und sich in der toxischen Männlichkeit und dem elitären, menschenverachtenden Umgang zunehmend verliert. Das musikalische Programm setzt sich dieses Jahr aus 5 Bands zusammen, Newcomer wie Eingesessene, welche sich dezidiert gegen die herrschenden Missstände behaupten und uns ihre eigene Interpretation von Black Metal zu Gemüte führen. „Irr“ ist eine junge Band aus Winterthur, welche mit ihrem Erstlingswerk eine beachtliche Resonanz in der Szene gefunden haben. Mit ihrem sehr modern produzierten, dichten Sound und ihrem eigenständigen und visuell prägnanten Still schaffen sie ein eindrückliches Gesamtwerk welches sie noch weit über die Schweiz hinaus bringen dürfte.
Informationen zur Veranstaltung
Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.
- Zeit Sa. 17. Oktober 2026, 17:00 Uhr - So. 18. Oktober 2026, 01:00 Uhr
- Ort Rössli, Neubrückstrasse 8, 3012 Bern
- WWW www.dachstock.ch
- Vorverkauf www.petzi.ch
- Veranstalter dachstock.ch
- Links
- Zugänglichkeit
- child_friendly Kinderwagen (komplett)
- accessible Rollstuhl (mehrheitlich)




