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Campobello
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Schlachthaus Theater Bern, Bern

Cam­po­bel­lo

Freitag, 22. Mai 2026

Eva-Maria Bertschy schafft mit Abou Bakar Sidibé und Daniela Masculo ein Stück über unsichtbare Existenzen, über die Liebe und politischen Widerstand, die an einer unnachgiebigen Ordnung zerbrechen.

Irgendwo am Rande Europas, auf einer Insel im Mittelmeer, liegt eine Kleinstadt namens Campobello. Jedes Jahr versammeln sich hier tausende westafrikanische Saisonarbeiter, um die grossen, grünen Oliven zu pflücken, die weltweit als Delikatesse gelten. Und obwohl sie dringend gebraucht werden, sind sie nicht willkommen. Zwischen den graugrün schimmernden Monokulturen finden sie weder die Sicherheit noch die Menschenwürde, die Europa einst versprochen hatte.

Die Schweizer Theatermacherin Eva-Maria Bertschy, der malische Filmemacher Abou Bakar Sidibé und die sizilianische Schauspielerin Daniela Macaluso untersuchen gemeinsam die Auswirkungen der ausbeuterischen Verstrickungen und mafiösen Machenschaften am Rande der Olivenhaine. Sie erzählen die Geschichte von Simona und Amadou, deren Wege sich in Campobello kreuzen. Eine Liebesgeschichte, die politisch ist, weil sie die Ordnung der Kleinstadt durcheinander bringt. Was Simona und Amadou verbindet, ist nicht nur die Leidenschaft für Fussball oder der Kampf gegen prekäre Arbeitsbedingungen. Auch ihre Biografien spiegeln sich. Amadou liess seine Mutter zurück, um in Europa sein Glück zu suchen, Simonas Vater ging in den 80er Jahren in die Schweiz, um auf Baustellen zu arbeiten. Am Rande der Gesellschaft liegen Solidarität und Liebe nah beieinander und so trotzen sie gemeinsam mit den anderen migrantischen Arbeitern der Perspektivlosigkeit. Doch ihre hartnäckigen Versuche, ein Zusammenleben in Würde zu ermöglichen, werden immer wieder untergraben, bis die Nachlässigkeit der Lokalpolitik schliesslich lebensbedrohlich wird. Wie in einer Tragödie scheitern die Liebenden am institutionellen Rassismus in Europa, der Menschen im Kampf um ihre Rechte immer wieder verzweifeln lässt.

«Campobello» ist ein Stück über unsichtbare Existenzen, über Solidarität und Widerstand angesichts einer unnachgiebigen gesellschaftlichen Ordnung.

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Informationen zur Veranstaltung

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Alle aktuellen sowie zusätzliche Informationen zur Veranstaltung findest du auf der Webseite des Veranstalters. Plötzliche Änderungen werden ausschliesslich auf der Webseite des Veranstalters angezeigt.

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